Patienten profitieren vom Fachärzte-Netzwerk

Foto: Fachärzte Rhein-Main

Die Fachärzte Rhein-Main sind mit mehr als 30 hoch spezialisierten Fachärzten das größte interdisziplinäre Ärztenetz in ganz Hessen. Neben den Praxen in Hanau, Offenbach und Seligenstadt zählen neun weitere Standorte im Rhein-Main-Gebiet zum Netzwerk. Das Leistungsspektrum umfasst u.a. die Handchirurgie, die Orthopädie sowie die Orthopädische Chirurgie und Endoprothetik. Weitere Kernbereiche sind die Allgemeinmedizin und die Allgemeine Chirurgie. Auch in den Bereichen Gefäß- und Viszeralchirurgie sowie Prok­tologie decken die Fachärzte ein breit gefächertes Leistungsspektrum ab.

Hohe Spezialisierung der Fachärzte
Für die Patienten ist die hohe Spezialisierung der Ärzte von großem Vorteil. Jeder Facharzt behandelt nur in einem ganz bestimmten Teilbereich der Medizin und verfügt über langjährige Erfahrung auf seinem Gebiet. So hat sich beispielsweise Frau Dr. med. Kerstin Riemann, Fachärztin für Chirurgie, Viszeralchirurgie, Spezielle Viszeralchirurgie, auf die minimal-invasive Chirurgie spezialisiert. „Durch dieses Konzept können unsere Patienten sicher sein, dass sie ausschließlich von einem Experten behandelt werden, auch bei vermeintlich kleinen Routineeingriffen“, erklärt Dr. Riemann.
Frau Dr. Riemann informiert in ihrem Vortrag auf der Hanauer Gesundheitsmesse am Sonntag, den 22. April um 15.00 Uhr, über Ursachen, Symptome und Therapie von Leistenhernien. Im Anschluss an den Vortrag steht Frau Dr. Riemann für Fragen gerne zur Verfügung.

Leistenbruch: Maßgeschneiderte Operationen
Etwa zehn Prozent der Bevölkerung entwickelt im Laufe ihres Lebens einen Nabel- oder Bauchwandbruch, eine sogenannte Hernie. In etwa 75 Prozent der Fälle handelt es sich um einen Leistenbruch. Männer sind hiervon etwa achtmal häufiger betroffen als Frauen. Dafür entwickeln Frauen viermal häufiger einen sogenannten Schenkelbruch, der klinisch oft nur schwer vom Leistenbruch zu unterscheiden ist.
Verursacht der Leistenbruch beim Mann Beschwerden, wie etwa ziehende Schmerzen in der Leiste, so ist eine operative Versorgung notwendig. Diese erfolgt mittlerweile „maßgeschneidert“, da es verschiedene OP-Verfahren gibt: Abhängig von der Größe des Bruches, Voroperationen, eingenommenen Medikamenten und Vorerkrankungen kommt die herkömmliche Schnitttechnik oder das minimal-invasive Verfahren in Frage. Letztendlich entscheidet der Operateur jeweils im Einzelfall in enger Absprache mit dem Patienten über das passende OP-Verfahren. Ein Kunststoffnetz wird in jedem Fall eingesetzt, da beim Erwachsenen die Wahrscheinlichkeit für das erneute Auftreten eines Bruches ohne Kunststoffnetz zu hoch ist. Auf den Netzeinsatz bei Jugendlichen kann noch verzichtet werden.
Bei Frauen ist mit der Diagnose einer Hernie eine Operation dringend erforderlich. Das liegt daran, dass sich ein Schenkelbruch, den Frauen häufiger erleiden, öfter einklemmt als ein „normaler“ Leistenbruch. Da es sich bei einem eingeklemmten Bruch um einen Notfall handelt, gilt es dieser Einklemmung zuvor zu kommen. Maßgeschneidert wird also bei Männern und Frauen der Zeitpunkt der Operation und beim einzelnen Patienten das OP-Verfahren, ob eine herkömmliche Schnittoperation oder minimal-invasiv.

Ambulante und stationäre Versorgung
„Der Trend zu ambulanten Operationen wird immer stärker. Seit 2002 hat sich die Zahl bundesweit verdreifacht“, erläutert Volker Heuzeroth, Geschäftsführer der Fachärzte Rhein-Main. Dank des medizinischen Fortschritts in der Narkose- und Operationstechnik können sich Patienten heutzutage, nach einer Operation beispielsweise in einer unserer Praxiskliniken in Groß-Gerau oder Offenbach, zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung erholen. Das wirkt sich positiv auf den Heilungsprozess aus, senkt das Infektionsrisiko mit Krankenhauskeimen und erspart den Krankenkassen Kosten. „Ambulant können wir dann operieren, wenn der Patient nicht unter schwerwiegenden Begleiterkrankungen leidet“, erklärt Heuzeroth. Auch müsse gewährleistet sein, dass sich zumindest bis zum folgenden Tag eine Person zur Betreuung des Patienten in dessen Haushalt aufhält. Wo dies nicht der Fall ist, wird der Patient in der Emma Klinik in Seligenstadt oder einem der Partnerkrankenhäuser von den Fachärzten des Netzwerks operiert und stationär aufgenommen. Unter anderem deshalb arbeiten die Fachärzte Rhein-Main sehr eng und vertrauensvoll mit Kliniken im Rhein-Main-Gebiet zusammen. „Wir sind als Netzwerk der Emma Klinik Teil eines erfolgreichen Modellprojektes der ambulant-stationären Vernetzung, wie sie im Gesundheitswesen schon lange gefordert, aber bisher in Deutschland nur selten umgesetzt wurde“, so der Geschäftsführer.

Experten auf der Gesundheitsmesse
Am Samstag, 21. April, und Sonntag, 22. April 2018, informieren die Fachärzte Rhein-Main und Emma Klinik über ihr Leistungsspektrum und moderne Behandlungsmethoden.
Am Messestand Nummer 40 im ersten Obergeschoss stehen die Ärzte und Mitarbeiter für Fragen zur Verfügung. Mit insgesamt fünf Vorträgen an beiden Tagen informieren die Fachärzte im Rahmen des Vortragsprogramms. Im Fokus steht am Samstag das Thema „Handchirurgie“ sowie „Hüft- und Kniechirurgie“. Am Sonntag werden die Themen „Sind Hämorrhoiden auch Krampf­adern“ und „Leistenhernie“ beleuchtet. Der Eintritt ist frei.